Ich bin getauft
Ich bin getauft
Dienstag, den 19. Juli 2011 um 18:46 Uhr
„Ich bin getauft!“ Das kann eine Tatsache sein, über die man nicht mehr weiter reflektiert und folglich auch nicht mehr darüber spricht. Es kann aber auch eine Sache sein, über die einer nachdenkt und sich fragt: „Was ist da mit mir geschehen? Was bedeutet das? Hat das Auswirkungen? Ist mir das wichtig?“„Geht hin in alle Welt, macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – So hatte es Jesus seinen Aposteln aufgetragen. Taufe ist etwas, was Gott will. Taufe ist ein Sakrament, also ein heiliges Handeln Gottes. Wir werden auf die Seite Gottes gestellt, zu Jüngern Jesu gemacht. (Da ist sicher eine Menge Unterweisung, Training und Einüben nötig.) Das Neue Testament beschreibt sehr eindrücklich, was in der Taufe geschieht: Christus angezogen, mit ihm verbunden, einverleibt in den Leib Jesu, zu seinem Volk gemacht, zu Schafen seiner Weide, Rebe am Weinstock, reingewaschen usw.
Zwei Punkte werden deutlich:
1. Teilhabe an Christus - das heißt mit Luther ausgedrückt: ‚Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst von
Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten.‘ Teilhabe an Christus, mit Christus verbunden – was er erworben hat, das hat er mir erworben.
2. Eingefügt in den Leib Christi, eingegliedert in die Gemeinde Jesu, in die Jüngerschar. Gott hat keine Einzelkinder, sondern ein Volk, eine Gemeinde. Das Leben der Getauften ist das Leben der Geheiligten, der Herausgerufenen, der Geretteten, ein Volk, das seinen Retter verherrlicht und ehrt. Petrus schreibt sogar, dass wir in der Taufe zu Priestern Gottes geweiht sind. Und Priester zeichnen sich aus durch ihr priesterliches Verhalten.
Ich bin getauft! Das ist das Größte, was wir im Glauben bekennen können. Mit Christus verbunden, in seine Gemeinde gestellt, „nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes!“
Die Taufe ist so gewaltig, sie ist der Geburtstag zum Leben. Sollten wir sie nicht mehr feiern? Tauferinnerung, Taufgedächtnis, Zurückkriechen in die Taufe, der Tauftag, besser der Taufsonntag – es gibt viele Möglichkeiten zu feiern und die Taufkerze anzuzünden. ek
