Das Zeichen † des Kreuzes
Das Zeichen † des Kreuzes
Freitag, den 07. Oktober 2011 um 07:36 Uhr
„Nimm hin das Zeichen des Kreuzes, weil du durch Christus erlöst bis und sein Eigentum sein sollst für Zeit und Ewigkeit!“ Solche Kreuze nennen wir Weihekreuze. Der Täufling wird zum Eigentum Gottes geweiht. Solche Weihekreuze finden wir auch in alten Kirchen, die über Jahre gebaut wurden. Der geweihte Teil wurde durch Kreuze markiert: Hier ist Gottes Haus. Kreuze auf Altardecken oder auf Stolen machen das auch deutlich: Das ist Gott geweiht. Und wenn Menschen sich bekreuzigen, sich mit dem Kreuz segnen (signieren), dann soll deutlich werden: „Ich bin diesem Herrn geweiht, ich bin sein Eigen!“ Das Zeichen des Kreuzes meint also eine klare Zuordnung zu dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Das Holz des Todes wurde zum Baum des Lebens. So ist das Kreuz zum Zeiches des Siegers, zum Zeichen der Hoffnung und des Zieles geworden.
Für eine Gesellschaft ohne Gott ist das Kreuz das Zeichen des Todes, des Leides, der offenen Fragen, „warum?“, oft genug ein Zeichen der Verzweiflung (Kriegsgräber, Unfalltode, zu früh, zu viel Leiden).
Wegekreuze im Mittelalter waren Hinweise auf den Auferstandenen, auf das Ziel: Dahin sind wir unterwegs! Heute sind Wegekreuze Hinweise auf den Tod, auf ein tragisches Ende. Da ist eher Entsetzen aber keine Hoffnung.
Welche „Meilensteine“ setzen wir? Sollten nicht Christus-Kreuze unsere Häuser und Zimmer schmücken, um unserem Glauben Gewissheit und Ansporn zugeben: Zu diesem Herrn gehören wir, ihm sind wir und auch unsere Häuser geweiht, zu ihm wollen wir, ihm folgen wir, er ist unser Ziel?!
Und warum sollte man sich nicht mit dem Zeichen des Kreuzes segnen, z. B. wenn man ein Gotteshaus betritt: ich gehöre zu dir, wir beide gehören zusammen? Das Zeichen des Kreuzes hat überall dort Sinn, wo wir damit deutlich machen, welchen Herrn wir meinen, den Gekreuzigten und Auferstandenen.
Sogar auf Friedhöfen kann man durch ein Vortragekreuz deutlich machen: Wir folgen Christus, wir sind auf dem Weg zum Leben. Auch für den verstorbenen Christen gilt: „Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied!“
Es ist nur ein Zeichen, aber ein sehr nützliches und starkes. ek
