Grußwort 04/05 2011

Grußwort 04/05 2011

Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

wer Ostern begriffen hat, wer die Auferstehung glaubt, wer dem Auferstandenen begegnet ist, wer mit ihm verbunden ist, der ist ein anderer geworden, der ist ein neuer Mensch geworden. Das ist so, als wenn jemand im dunklen Keller mit der Kabellampe die Steckdose sucht und auf einmal findet. Es wird hell.

Wenn wir mit unserer Lebensleuchte die Verbindung zum Auferstandenen finden, dann wird es hell, dann werden wir zum Glauben erleuchtet. Wir sind mit dem Auferstandenen, mit unserem Schöpfer verbunden und das ist eine Energiequelle der ganz anderen Art. Wir werden nicht nur anders, wir werden neu.

Nach all der Unsicherheit, den Fragen, dem Zweifel heißt es: „Da sie den HERRN sahen, wurden sie sehr froh!“ Jesus bringt Freude, tiefe Geborgenheit: „Friede sei mit euch!“ Die Begegnung mit dem Auferstandenen macht lebendig. Luther formuliert: bringt „Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit“.

Ein anderer Mensch sein ist nicht immer leicht. Fremde werden sehr schnell ausgegrenzt. Die Christen in Jerusalem hatten bald Schwierigkeiten und mussten fliehen. Luther, der dieses Osterevangelium neu entdeckt hatte, bekam Schwierigkeiten. Es scheint so, dass die Mehrheit die Finsternis mehr liebt als das Licht.

Und heute? In wie vielen Ländern werden Christen beargwöhnt und verfolgt?! Und wie viel Mut gehört dazu sich in unserm Land auf die Seite Jesu zu stellen, zu einer Gruppe von Außenseitern zu gehören?

Die, die vom Osterleben erfasst waren, hat das nie gekümmert. Die Freude über den Auferstandenen war stärker. Die Jerusalemer Christen auf dem Land verstreut bezeugten überall, was mit ihnen geschehen war. Und es entstanden überall kleine Gemeinden. Auch Luther konnte es nicht lassen und der Weckruf des Evangeliums ging durch ganz Deutschland und Europa. „Jesus lebt, mit ihm auch ich!“ (ELKG 89)

Frohe Ostern Eckhard Kläs, Sup.