Die Ehe
Die Ehe
Dienstag, den 07. Juni 2011 um 18:04 Uhr
Ja, es stimmt, die Ehe ist eine Erfindung Gottes, sie ist so zu sagen seine Zusatzgabe an die Menschen, eine Gabe zu unserem Wohl. Die Ehe ist Gott wichtig und heilig, das ist Grund genug, dass sie auch uns wichtig und heilig sein sollte. Und das sollte uns in einer Zeit, in der die Ehe als feste gesellschaftliche Institution immer mehr abgebrochen wird, veran-lassen neu hinzuschauen.
• Nach der Bibel ist die Ehe der geschützte und gordnete Raum zur Fortpflanzung. „Seid fruchtbar und mehret euch!“ Sie ist die Keimzelle der Familie und damit Grundlage jeder funktionierenden Gesell-schaftsordnung. Menschliche Nachkommen brauchen weit über ein Jahrzehnt, um sich zu lösen, um selbständig und erwachsen und selbstverantwortlich zu werden. Und sie brauchen Vater und Mutter, das männliche und weibliche Vorbild und Leitbild.
• Damit ist die Ehe auch der geschützte Raum zum Ausleben der Sexualität. Sexualität ist die innigste Vereinigung der Liebe, der wirklichen Zuneigung. Wenn Sexualität zur bloßen Trieb-befriedigung entartet, gibt es sehr schnell Täter und Opfer, manchmal oder oft auch Gewalt, Enttäu-schung und Leere.
• Und die Ehe ist eine Schutzgemeinschaft. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Mann und Frau mit ihren je besonderen Gaben stehen sich bei und ergänzen sich in guten wie in schweren Tagen, in Freude wie in Leid. Sie sind füreinander da, halten sich aneinander fest und übernehmen genau diese Verant-wortung. Liebe in ihrem tiefsten Sinn heißt: Ich übernehme Verant-wortung; ich bin für dich da; ich sorge für dich.
• Ehe konstituiert sich in drei Zügen: 1. im Konsens der beiden (das heimliche Eheversprechen); 2. in der öffentlichen Proklamation (ich nehme dich als Ehefrau /-mann und gelobe und verspreche dir…), das ist bis heute die Hochzeit, bzw. die Trauung und 3. durch den Ehe-vollzug, also die tatsächliche Übernahme von Verantwortung, nicht nur das Bett, sondern das Leben zu teilen.
• Wenn die Ehe tatsächlich eine Erfindung Gottes ist, dann bekommt die kirchliche Trauung ein ganz besonderes Gewicht. „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ Und was Gott zusammenfügt, das will er auch segnen, schützen und begleiten. Er lässt uns nicht allein, sondern lässt uns aneinander wachsen und reifen. ek
